Thüringer Chronik-Verlag H.E. Müllerott
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Informationen zu archäologischen Exkursionen und Ausstellungen von Hansjürgen Müllerott und dem Verein Stadtgeschichte Arnstadt e.V. erhalten Sie in der Touristinformation im Jagdschloss Paulinzella oder in der Schaufensterausstellung in Schwarzburg, Friedrich-Ebert-Platz 1 nahe Kreisel. Die Exkursionspläne sind auch über den Verein "Stadtgeschichte Arnstadt" erhältlich (T. 03628/41119).




Reformationstag in Paulinzella

Internationale Waidausstellung
Färberwaid in Europa - Blaufärben weltweit - Versuche zur Pflanzenfärberei -
Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Lettland, Türkei, Japan, Korea, China

Kleine Sonderausstellung von H. Müllerott/ Arnstadt und K. Tokumito/ Tokyo

Donnerstag, 31. Okt. 2019. 10.00 - 17.00 Uhr,
Naturselbstdruck und Führungen 13.00 - 17.00 Uhr


Der Farbstoff für die Blaufärberei wurde in den verschiedenen Erdteilen aus Waid, Indigo, Färberknöterich oder dem chinesischen "ma-lan" gewonnen. Die Waid- und Indigofärberei verbreitete sich von Nordafrika nach Indien, Europa, China und Japan. In Nordafrika und Südostasien hat sich bis heute vereinzelt eine traditionelle Blau- und Schwarzfärberei erhalten.
Nur in der modernen japanischen Gesellschaft haben Blaufärberei und eine damit verbundene Textilkunst sowie natürliche Heilmethoden und Kosmetik eine außerordentliche Bedeutung.

Während in Thüringen nach der 2. und auch letzten Internationalen Waidtagung und Ausstellung in Toulouse, die noch maßgeblich von Thüringen aus organisiert worden ist, die staatliche Waidforschung 1995 abgewickelte, weil diese vor 1990 begann und  zwischen 1985 und 1990 mit gewaltigen finanziellen Aufwand durch das damalige Landwitschaftsministerium Formen annahm, mit dem Ziel einer internationalen  Ausstellung und Tagung unter Beteiligung Japans in Erfurt, werden heute nur noch in Japan von ca. 4000 Färbern, darunter auch kleine altertümliche Fabriken, moderne Textilien bis hin zum Indigo T.Shirt und zur Waidseife "Indigo Natural SOAP" hergestellt. Die für die Waidseife benötigten Pflanzen kommen allerdings von chinesischen Waidfeldern. In Deutschland hat man die Bedeutung von dezentral hergestellten Produkten aus Färberwaid verkannt.

In der Waidausstellung des Berichterstattenden und Kichirou Tokumito aus Tokyo werden am Reformationstag historische Stoffproben und Textilien aus Japasn, ein Kleid aus Pfauenseide aus Sarmarkand, Ergebnisse von Färbeversuchen aus Korea und Großbritannien, herbarexemplare aus Korea und eine Vielzahl von Fotographien aund kleine Relikten aus der Blau- und Naturfärberei weltweit präsentiert. Präsentiert wird auch eine Sammlung bibliophiler Kostbarkeiten zum Thema Waid aus Europa, Japan und Korea. In der Ausstellung im Jagdschloss Paulinzella in Thüringen wird an Hand mittelalterlicher Rezepte auch erläutert, wie einfach es ist, Tinkturen und Seife aus Färberwaid zum Hausgebrach im Mittelalter war. In Mitteleuropa ist der Anbau von Färberwaid seit etwa 800 fassbar. Reichgüter und Klöster spielten bei der Verbreitung eine große Rolle. In Thüringen erfahren wir erst seit dem 13. Jh. vom Waidanbau.

Die Tagungsbände der 1. und 2. Internationalen Waidtagung in Erfurt und Toulouse sind noch lieferbar. In den vergangenen Jahren wurde versucht, alle wichtigen Veröffentlichungen zum Thema Waid aus Thüringen nachzudrucken, womit eine Waidbibilothek für Jedermann entstanden ist. Die Broschüre über 69 Rezepturen zum Blaufärben ist fertiggestellt. Im Bezug auf die Herstellung einer roten Farbe am bischöflich kölnschen Hof in Saalfeld (1063-1071) aus einer Schildlaus aus dem Saalfelder Oberland wird als ethnologischer Vergleich die Gewinnung von Arrarat-Kermes in der Türkei vorgestellt.

Ein Film über die japanische, koreanische und britische Pflanzen-Färberei als ethnologischer Vergleich für den Thüringer Waidanbau ist im Thüringer Chronik-Verlag Arnstadt mit dem Filmstudio Sirius aus Meura in Vorbereitung.

Die Traumkulisse für die Ausstellung bildet das Jagdschloss in der Klosterruine Paulinzella zwischen Arnstadt und Schwarzburg in den "Sieben Wäldern".

Rückfragen Exkursionen und Ausstellungen betreffend: Tel.: 03628/41119.


Thüringer Chronik-Verlag H.E. Müllerott, Weg zur Fasanerie 14, 99310 Arnstadt, Tel.: 03628/41119 (home)