Thüringer Chronik-Verlag H.E. Müllerott
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(19) Denkmaltag, Museumstag, Archäologische Exkursionen

Informationen zu archäologischen Exkursionen und Ausstellungen erhalten Sie in der Touristinformation im Jagdschloss Paulinzella oder in der Schaufensterausstellung in Schwarzburg, Friedrich-Ebert-Platz 1 nahe Kreisel.

Archäologische Exkursionen 2011

Die archäologischen Exkursionssaison 2011 beginnt mit dem Erscheinen des Buches “Schloß Schwarzburg und das Waldgebiet...” im September.
Veranstaltungen zum Denkmaltag werden in der Broschüre zum “Tag des offenen Denkmals” des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt nicht bekannt gegeben. Mein privates Programm zum Denkmaltag wird in den Tourist-Informationen Paulinzella, Heidecksburg, Leutenberg und Saalfeld ausliegen und in der Schaufensterausstellung Schwarzburg, Friedrich-Ebert-Platz 1aushängen. Außerdem erscheint es aber nur für den Ilmkreis in der Denkmalbroschüre des Ilmkreises und unter www.tag-des-offenen-denkmals.de .

Freitag, den 09.09.2011 16.00 Uhr bzw. 18.00 Uhr
Besichtigung der Basilika Sankt Nicolai Oberndorf bei Arnstadt und die Käfernburg
mit Museologen H.E. Müllerott

Teilnahme auf eigene Verantwortung, ohne Tagungsgebühr!

gez. H.E. Müllrott (Privatperson)


Internationale Waidausstellung auf Schloss Elgersburg vom 9.3.-20.4.2012
- Färberwaid, Naturindigo, Awa Indigo -
 
Der Farbstoff für die Blaufärberei wurde in den verschiedenen Erdteilen aus Waid, Indigo, Färberknöterich oder dem chinesischen "ma-lan" gewonnen. Die Waid- und Indigofärberei verbreitete sich von Nordafrika nach Indien, Europa, China und Japan. In Nordafrika und Südostasien hat sich bis heute vereinzelt eine traditionelle Blau- und Schwarzfärberei erhalten. Nur in der modernen japanischen Gesellschaft haben Blaufärberei und eine damit verbundene Textilkunst sowie natürliche Heilmethoden und Kosmetik eine außerordentliche Bedeutung. Während in Thüringen nach der 2. und auch letzten Internationalen Waidtagung und Ausstellung in Toulouse, die noch maßgeblich von Thüringen aus organisiert worden ist, man die staatliche Waidforschung 1995 abgewickelt hat, weil diese vor 1990 begann und  zwischen 1985 und 1990 mit gewaltigen finanziellen Aufwand durch das damalige Landwitschaftsministerium Formen annahm, mit dem Ziel einer internationalen  Ausstellung und Tagung unter Beteiligung Japans in Erfurt, werden heute nur noch in Japan von ca. 4000 Färbern, darunter auch kleine altertümliche Fabriken, moderne Textilien bis hin zum Indigo - T.Shirt und zur Waidseife "Indigo Natural SOAP" angeboten. Die für die Waidseife benötigten Pflanzen kommen allerdings von chinesischen Waidfeldern. In Deutschland hat man die Bedeutung von dezentral hergestellten Produkten aus Färberwaid verkannt. In der Ausstellung auf Schloss Elgersburg wird an Hand mittelalterlicher Rezepte auch erläutert, wie einfach es ist, Tinkturen und Seife aus Färberwaid zum Hausgebrach im Mittelalter war.
 
In Mitteleuropa ist der Anbau von Färberwaid seit etwa 800 fassbar. Reichgüter und Klöster spielten bei der Verbreitung eine große Rolle. In Thüringen erfahren wir erst seit dem 13. Jh. vom Waidanbau. In der Waidausstellung des Berichterstattenden und Kichirou Tokumito aus Tokyo auf dem historisierenden  z.T. auf romanischen Grundmauern stehenden Bergschloss Elgersburg im Gebiet der Reichsabtei Hersfeld bzw. der Herrschaft Kevernburg-Schwarzburg werden vom 9.3. bis 20.4.2012 historische Stoffproben und Textilien aus Japasn, ein Kleid aus Pfauenseide aus Sarmarkand, Ergebnisse von Färbeversuchen aus Korea und Großbritannien, herbarexemplare aus Korea und eine Vielzahl von Fotographien aund kleine Relikten aus der Blau- und Naturfärberei weltweit präsentiert.
 
Die Tagungsbände der 1. und 2. Internationalen Waidtagung in Erfurt und Toulouse sind noch lieferbar. Eine Broschüre über 29 Rezepturen zum Blaufärben ist in Vorbereitung.
 
Im Bezug auf die Herstellung einer roten Farbe am bischöflich kölnschen Hof in Saalfeld (1063-1071) aus einer Schildlaus aus dem Saalfelder Oberland wird als ethnologischer Vergleich die Gewinnung von Arrarat-Kermes in der Türkei vorgestellt.
 
Die Traumkulisse für die Ausstellung im Schloss Elgersburg wird auch in einem Film über die japanische, koreanische und britische Pflanzen-Färberei als ethnologischer Vergleich für den Thüringer Waidanbau eingehen, der vom Thüringer Chronik-verlag aus Arnstadt und dem Filmstudio Sirius aus Meura in Vorbereitung ist.
 
Rückfragen zur Ausstellung: Tourismusagentur Geratal 03677/792220.

Thüringer Chronik-Verlag H.E. Müllerott, Weg zur Fasanerie 14, 99310 Arnstadt, Tel.: 03628/41119 (home)